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Boxen im Atrium – Der älteste Kampfsport der Welt

Als wahrscheinlich ältester Stil des menschlichen Zweikampfes gilt das Boxen oder der Faustkampf im Allgemeinen. Ziel hierbei war und ist es bis heute, den Gegner möglichst oft zu treffen, wenig getroffen zu werden und vielleicht sogar einen Knockout zu erzielen. Da sich dieser Sport weltweit unterschiedlich entwickelt hat und auch auf verschiedenen kulturellen Wurzeln beruht, wollen wir einen Blick hinter die Kulissen der Hamburger Sportschule Atrium werfen, wo Boxen selbstverständlich einen festen Platz im Stundenplan hat.
Der Kampf zwischen zwei Menschen ist so ursprünglich wie selbstverständlich, dass es seltsam anmutet sich diesem Konstrukt kulturphilosophisch oder kulturhistorisch zu nähern. Doch gerade, weil uns heute der Boxsport als festes Element des olympischen Gedankens so vertraut ist, lohnt es sich den Gang durch die Geschichte anzutreten, zurück zu den Wurzeln menschlicher Zivilisation. Da die menschliche Entwicklung stets mit Gewalt und Krieg verknüpft ist, kann keine singuläre Geburtsstätte für den Boxsport definiert werden, und so ist man gezwungen sich anhand von historischen Artefakten der Geschichte zu nähern. Vornehmlich erhaltene Zeichnungen oder Brände auf Vasen geben Aufschluss über die frühen Datierungen. So wird die erste Einordnung des Boxsports zum Zwecke der Unterhaltung auf etwa 3000 Jahre vor Christi vorgenommen, was aber nicht heißt, dass dieses Phänomen nicht wesentlich früher aufgetreten ist. Lediglich ist die Quellenlage hierfür nicht vorhanden. Im Zusammenhang mit den in Griechenland ausgetragenen olympischen Spielen sind die Aufzeichnungen relativ lückenlos und so kann der Faustkampf das erste Mal bei den Spielen 688 v. Chr. belegt werden. Auch in anderen Völkern und Kulturen war der Faustkampf schon früh ein Rechtsmittel oder diente zum Amüsement, wobei es je nach kulturellem Hintergrund unterschiedliche Regelwerke gab. Vergleichbar mit dem modernen olympischen oder klassischen Boxen war dies aber nicht.

Ein wesentlicher Einschnitt in die Kultur des Boxens ereignete sich in England, wo der Faustkampf als Spektakel bereits im 17. Jahrhundert organisiert und zelebriert wurde. Damals, unter Ermangelung von Boxhandschuhen wurde noch mit bloßen Händen gekämpft, was schwerwiegende Verletzungen an Gesicht, Händen und Körpern nach sich zog. Erst durch die Initiative von Fechtlegende James Figg kam es zu einem weitgehend einheitlichen Regelwerk, welchem sich die offiziellen Meisterschaften unterwarfen. Schläge in den Genitalbereich und auf einem am Boden befindlichen Kontrahenten wurden verboten. 1838 wurden die ersten Boxringe eingeführt, man begann sich die Hände zu bandagieren, um Verletzungen zu vermeiden und 1867 folge dann der Boxhandschuhe. Das moderne, geregelte Boxen hielt bei den olympischen Spielen 1904 in St. Louis das erste Mal Einzug und keine zwei Jahre später wurde in Köln der erste deutsche Boxverein gegründet, welcher heute noch aktiv ist.

Die Regeln im modernen Boxen

Im Boxen darf nur mit den geschlossenen Händen gekämpft werden, sprich die Faust muss mit der Knöchelseite treffen. Das Schlagen mit dem Faustboden, der offenen Hand, der Rückhand oder anderen Körperteilen ist untersagt. Als Trefferfläche gilt der Kopf, Hals und der Oberkörper, wobei dieser im Reglement auf Höhe Bauchnabel aufhört. Schläge darunter gelten als Tiefschläge und werden geahndet. Greifen oder Klammern ist im Boxen untersagt, wird aber aus taktischen Gründen sehr oft angewendet. Liegt einem Boxer die Nahdistanz nicht, so kann er schnell Klammern und darauf Vertrauen, dass der Ringrichter beide Kontrahenten trennen wird. Das hat zur Folge, dass sich beide wieder in einer langen Distanz befinden und der Angriff vermeintlich zu Gunsten einer Partei fortgesetzt werden muss. Auch kann beim Klammern Luft geholt werden, was besonders bei lang anhaltenden Kämpfen gerne gemacht wird. Gekämpft wird klassisch in einem Boxring, welcher quadratisch ist, und von elastischen Seilen umspannt wird. Diese sollen Verletzungen vermeiden, welche bei Stürzen gegen eine starre Wand erfolgen könnten.

Boxsport als Hobby und Freizeitsport

Boxen ist nicht nur der älteste Kampfsport der Welt, sondern auch der beliebteste Kampfsport. Im Hamburg gibt es mehr Angebote zum Boxen als alles andere auf dem Kampfsportmarkt, was sich auf der breiten Popularität des Sports begründet. Das hat zum einen mit der langen Geschichte des Sports, aber auch dem universellen Anspruch an den Sportler zu tun. Jeder kann Boxen so betreiben, wie er oder sie es für richtig halten oder es der individuellen Zielsetzung entspricht. Da Boxen aus dem Wettkampf heraus entstanden ist, gestaltet sich das Training an der Perfektionierung von Technik, Ausdauer und Kampftaktik. Ganz gleich, ob man ambitionierter Athlet mit Wettkampfinteresse oder Freizeitsportler ist, jeder findet im Boxen seine Herausforderung. Das Training ist schweißtreibend und eine sehr gute Herausforderung für die Fitness. Herz-/Kreislaufsystem und Muskeln werden stark angesprochen und die allgemeine Konstitution stark gesteigert. So ist es kein Wunder, dass viele Boxer bis ins hohe Alter ihren Sport ausüben und gesundheitlich fit bleiben. Zudem bietet Boxen einen guten Einstieg in die Welt des Kampfsports und der Selbstverteidigung, da es eine gute Grundschule für Bewegung, Fußarbeit und Reaktion bietet.
Ganz gleich, ob man bereits Erfahrungen im Kampfsport gesammelt hat, oder frischer Anfänger ist, Boxen ist eine tolle Ergänzung zu altem oder ein toller Einstieg in eine neue Welt. Im Atrium bieten wir allen Interessierten eine Plattform, um ihr persönliches Ziel zu erreichen und besser zu werden. So ist es natürlich jederzeit möglich, eine kostenlose Probestunde mitzumachen und sich vom Feuer Max Schmelings und Muhammed Alis anstecken zu lassen.

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